In der Praxis ist es oft gar nicht so einfach, PFAS direkt zu erkennen, da es keine allgemeine Kennzeichnungspflicht gibt. Dennoch gibt es einige Strategien, wie du die „Ewigkeitschemikalien“ im Alltag vermeiden kannst.
So erkennst du PFAS-freie Produkte
Achte auf explizite Hinweise: Suche nach Labels wie „PFAS-free“, „PFC-frei“ oder „fluorfrei“. Begriffe wie „PFOA-frei“ oder „PFOS-frei“ reichen oft nicht aus, da sie meist nur einzelne, bereits verbotene Stoffe ausschließen, während andere PFAS enthalten sein können.
Zertifizierte Siegel nutzen: Bestimmte Umweltsiegel verbieten den Einsatz der gesamten PFAS-Gruppe. Dazu gehören unter anderem der Blaue Engel (für Textilien oder Papier), der Grüne Knopf oder das GOTS-Siegel bei Kleidung.
Apps zur Hilfe nehmen: Mit der ToxFox-App des BUND kannst du Barcodes von Kosmetika oder Reinigungsprodukten scannen. Die App zeigt dir an, ob bedenkliche Stoffe – einschließlich PFAS – enthalten sind.
Praktische Alternativen im Alltag
Küche: Tausche beschichtete Teflon-Pfannen gegen solche aus Gusseisen, Edelstahl oder Keramik aus. Nutze unbeschichtetes Backpapier oder Mehrweg-Matten aus Silikon.
Kleidung: Setze bei Outdoor-Ausrüstung auf Marken, die explizit auf Fluorchemie verzichten (oft mit „PFC-frei“ gekennzeichnet). Alternativen sind oft Membranen aus Polyester oder Polyurethan.
Take-away: Vermeide beschichtete Einwegverpackungen für Fast Food (wie fettabweisende Burger-Papiere oder Pizzakartons). Viele dieser Materialien sind mit PFAS imprägniert, damit das Fett nicht durchweicht.