PFAS

PFAS steht als Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, eine Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Substanzen. Diese Stoffe kommen in der Natur ursprünglich nicht vor und wurden vom Menschen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften entwickelt. Das Hauptmerkmal von PFAS ist eine extrem starke Verbindung zwischen Kohlenstoff- und Fluoratomen, die chemisch kaum zu trennen ist. Durch diese Bindung sind sie außerordentlich stabil sowie hitzebeständig und wirken gleichzeitig wasser-, fett- und schmutzabweisend. Wegen dieser praktischen Vorteile finden sie sich in unzähligen Alltagsprodukten wie Pfannenbeschichtungen, Outdoor-Kleidung, Kosmetika und Lebensmittelverpackungen.

Der Begriff „Ewigkeitschemikalie“ leitet sich daraus ab, dass diese Stoffe unter natürlichen Bedingungen praktisch niemals abgebaut werden. Einmal in die Umwelt gelangt, verbleiben sie dort für Jahrhunderte und verteilen sich über das Wasser und die Luft rund um den gesamten Globus. Selbst in entlegenen Gebieten wie der Arktis oder im Blut von Tieren und Menschen weltweit lassen sich PFAS heute nachweisen. Da sie nicht zerfallen, reichern sie sich in der Nahrungskette und im menschlichen Körper immer weiter an. Wissenschaftliche Studien bringen bestimmte PFAS mit gesundheitlichen Risiken wie Leberschäden, Hormonstörungen und einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung. Besonders besorgniserregend ist, dass sie bereits bei ungeborenen Kindern im Mutterleib nachgewiesen werden können und deren Immunsystem schwächen können. Aufgrund dieser Gefahren diskutiert die Politik derzeit über weitreichende Verbote, um den weiteren Eintrag dieser unzerstörbaren Stoffe in unsere Umwelt zu stoppen.