Mikroplastik

Die Geschichte von Kunststoffen beginnt im 19. Jahrhundert, als Forscher zum ersten Mal natürliche Materialien wie Kautschuk oder Zellulose chemisch veränderten.

Im Jahr 1862 präsentierte Alexander Parkes mit Parkesin den ersten Vorläufer eines modernen Kunststoffs auf einer Weltausstellung.

Ein entscheidender Durchbruch gelang jedoch erst im Jahr 1907, als Leo Baekeland das Bakelit erfand, welches als der erste vollständig synthetische Kunststoff gilt.

Dieses neue Material war hitzebeständig und isolierte elektrischen Strom hervorragend, weshalb es schnell in der Elektroindustrie für Gehäuse und Schalter eingesetzt wurde.

In den 1930er und 1940er Jahren beschleunigte sich die Entwicklung rasant, wodurch heute allgegenwärtige Stoffe wie Nylon, Polyethylen und PVC entstanden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Plastik massiv für militärische Zwecke genutzt, da es viele knappe Rohstoffe wie Metall oder Gummi ersetzen konnte.

Nach dem Krieg fand der Kunststoff seinen Weg in fast jeden Bereich des täglichen Lebens und revolutionierte vor allem die Verpackungsindustrie durch sein geringes Gewicht.

Plastik ermöglichte zudem enorme Fortschritte in der modernen Medizin, da es für sterile Einwegprodukte wie Spritzen oder Infusionsbeutel perfekt geeignet ist.

Auch in der Mobilität spielt das Material eine tragende Rolle, weil leichtere Bauteile in Autos und Flugzeugen helfen, den Treibstoffverbrauch deutlich zu senken.

Heutzutage werden jährlich hunderte Millionen Tonnen Kunststoff produziert, die in Textilien, Elektronikgeräten, Baumaterialien und Sportartikeln verbaut sind.