Die Entstehung von Mikroplastik ist eine direkte Folge dieser massenhaften Verbreitung und der extremen Langlebigkeit des Materials in der Umwelt.
Man unterscheidet dabei zwischen primärem Mikroplastik, das bereits in winziger Form für Kosmetika oder Reinigungsmittel industriell hergestellt wird.
Sekundäres Mikroplastik entsteht hingegen, wenn größere Kunststoffabfälle in der Natur landen und dort über Jahrzehnte mechanisch zerkleinert werden.
Sonneneinstrahlung und UV-Licht machen das Plastik mit der Zeit spröde, sodass die chemischen Bindungen innerhalb der Polymerketten langsam aufbrechen.
Durch die Reibung von Wind, Wellen oder Sand zerfallen diese spröden Plastikteile schließlich in immer kleinere Fragmente, die kaum noch sichtbar sind.
Ein erheblicher Teil des Mikroplastiks entsteht zudem bereits während der Nutzung von Produkten, etwa durch den Abrieb von Autoreifen auf dem Asphalt.
Auch beim Waschen von synthetischer Kleidung lösen sich bei jedem Waschgang tausende kleinste Fasern aus dem Stoff und gelangen über das Abwasser in den Kreislauf.
Da Kunststoffe biologisch kaum abbaubar sind, verbleiben diese winzigen Partikel über Jahrhunderte in den Weltmeeren, Böden und sogar in der Luft.
Diese Teilchen nehmen Schadstoffe aus der Umgebung auf und werden oft von Tieren mit Nahrung verwechselt, wodurch sie schließlich in die Nahrungskette gelangen.
So hat sich ein Material, das einst als geniale Lösung für Ressourcenknappheit galt, zu einer globalen ökologischen Herausforderung für unsere Umwelt entwickelt.