Um die Aufnahme von Mikroplastik im Alltag zu reduzieren, ist der bewusste Verzicht auf Einwegkunststoffe bei der Lagerung von Lebensmitteln ein wichtiger erster Schritt.
Anstatt Speisen in Plastikbehältern in der Mikrowelle zu erhitzen, sollten Sie lieber auf Gefäße aus Glas oder Keramik ausweichen, da Hitze das Lösen von Partikeln begünstigt.
Der Kauf von losen Lebensmitteln auf dem Wochenmarkt oder in Unverpackt-Läden verhindert, dass winzige Kunststoffabriebe von der Verpackung direkt auf das Produkt übergehen.
Leitungswasser ist in vielen Regionen eine hervorragende Alternative zu Wasser aus Plastikflaschen, da PET-Flaschen durch mechanische Beanspruchung Partikel an den Inhalt abgeben können.
Beim Kochen empfiehlt es sich, Küchenutensilien aus Holz oder Edelstahl zu verwenden, da Pfannenwender aus Kunststoff bei hohen Temperaturen instabil werden können.
Ein kritischer Blick auf die Inhaltsstoffe von Kosmetika hilft dabei, Produkte zu meiden, die flüssige Kunststoffe oder Peeling-Körner aus Polyethylen enthalten.
Da ein erheblicher Teil der Mikroplastikbelastung im Haushalt aus Hausstaub besteht, reduziert regelmäßiges feuchtes Wischen die Einatmung dieser Fasern.
Textilien aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Leinen sind synthetischen Stoffen wie Polyester vorzuziehen, um den Abrieb von Mikroplastikfasern in der Wohnung zu minimieren.
Beim Waschen von bereits vorhandener Synthetik-Kleidung können spezielle Waschbeutel helfen, die gelösten Fasern aufzufangen, bevor sie ins Abwasser gelangen.
Der Verzicht auf Coffee-to-go-Becher schützt nicht nur die Umwelt, sondern verhindert auch das Trinken aus beschichteten Pappbechern, deren Innenseite oft aus Kunststoff besteht.
Frische Lebensmittel sind verarbeiteten Produkten in Plastikschalen meist überlegen, da jeder Verarbeitungsschritt in Maschinen das Risiko von Kontaminationen erhöht.
In der Küche sollten Plastikschneidebretter gegen Varianten aus Holz ausgetauscht werden, da Messer bei jedem Schnitt kleine Kunststoffsplitter aus der Oberfläche lösen.
Das regelmäßige Lüften der Wohnräume schwemmt schwebende Mikroplastikpartikel aus der Raumluft, die oft von Teppichen oder Polstermöbeln abgegeben werden.
Beim Kauf von Tee ist es ratsam, auf lose Ware oder klassische Papierbeutel zu setzen, da moderne Pyramiden-Teebeutel oft aus Nylongewebe bestehen.
Sogar bei der Wahl der Zahnpasta lohnt sich ein Vergleich, um sicherzustellen, dass keine unsichtbaren Schleifmittel auf Kunststoffbasis enthalten sind.
Meeresfrüchte und Speisefische sollten bewusst ausgewählt werden, da sich Mikroplastik besonders in den Verdauungsorganen von Meerestieren anreichert.
Die Vermeidung von Plastikspielzeug für Kleinkinder ist sinnvoll, da diese Gegenstände oft in den Mund genommen werden und durch Speichel Partikel gelöst werden könnten.
Ein Wasserfilter am heimischen Wasserhahn kann eine zusätzliche Barriere bilden, um eventuell vorhandene Rückstände aus dem Rohrsystem effektiv zurückzuhalten.
Indem Sie Ihre Einkäufe in Stoffbeuteln statt in Plastiktüten transportieren, reduzieren Sie langfristig den Zerfall von Plastik in Ihrem unmittelbaren Umfeld.
Letztlich führt ein achtsamer Konsum dazu, dass weniger Kunststoff in den eigenen Haushalt gelangt und somit die persönliche Belastung über die Zeit deutlich sinkt.